Ökostadt Rhein-Neckar e. V.

 
Auf den Spuren des Klimawandels
 
Überblick
Module
Referenten
Mitmachen
Teilnehmer
News
Kontakt

© 2016 Ökostadt Rhein-Neckar e.V., Heidelberg

  Die folgenden Exkursionen stehen zur Zeit im Rahmen des Projekts in Heidelberg zur Verfügung. Auf Wunsch können die Exkursionen mit einer theoretischen Einführung vorbereitet werden.
Hier geht es zu den Exkursionen in Mannheim.

Wie und wo immergrüne Gehölze in den Heidelberger Stadtwald einziehenPhilosophenweg
Exkursionsleiter: S. Vesselinov Lalov
Exkursionsort: Philosophenweg
Zeitraum: Januar - März
Dauer: ca. 2 Stunden
Altersgruppe: 13 - 16 Jahre

Mediterrane Hartlaubvegetation in Heidelberg: Viele kennen vom Sommerurlaub am Mittelmeer die immergrünen Eichenwälder und artenreichen Buschwälder der milden Küstengebiete Südeuropas. Im Zeitalter der Klimaerwärmung sind einige dieser Pflanzen auch in Mitteleuropa ausreichend winterhart, um in Parks und Gärten kultiviert zu werden. An warmen, trockenen Südhängen, die ihrer Heimat ähnliche Klimabedingungen aufweisen, verwildern einige dieser Arten und können sich sogar in Randbereiche heimischer Wälder ausbreiten. Auf dieser Exkursion untersuchen wir, welche mediterranen und subtropischen Arten sich in Heidelberg erfolgreich kultivieren lassen, und welche auf dem Weg sind, ein Teil der heimischen Flora zu werden.

Auswirkungen des Klimawandels im Übergang zwischen Stadt und WaldEfeu
Exkursionsleiter: S. Vesselinov Lalov
Exkursionsort: Oberhalb Altstadt
Zeitraum: Januar - März
Dauer: ca. 2 Stunden
Altersgruppe: 13 - 16 Jahre

An den milden, aber feuchten und schattigen Hängen oberhalb der Altstadt werden viele exotische Pflanzenarten kultiviert. Einige immergrüne Gewächse wie Lorbeerkirsche, Rhododendron oder Bambus kommen inzwischen verwildert in siedlungsnahen Bereichen des Stadtwaldes vor. Wir untersuchen die Auswirkungen des Klimawandels und des internationalen Pflanzenhandels an diesen Standorten im Gegensatz zu den heißen, trockenen Hängen am Philosophenweg.

Vegetation im FelsbiotopRussenstein
Exkursionsleiter: S. Vesselinov Lalov
Exkursionsort: Neuenheimer Schweiz
Zeitraum: März - Oktober
Dauer: ca. 2 Stunden
Altersgruppe: 13 - 16 Jahre

Viele Eigenschaften von Felsbiotopen erinnern an wüßtenartige Lebensräume: starke Sonneneinstrahlung und Hitze, häufiger Wassermangel, oft fehlender Boden und häufige Extreme. Daher werden Felsen oft besonders früh von exotischen Arten aus wärmeren Gebieten besiedelt und können so gut für einen Blick in die Zukungt des Klima- und Vegetationswandels genutzt werden. So waren die Felsen im Heidelberger Neckartal landesweit die ersten naturnahen Fundorte wärmeliebender exotischer Gehölze wie Götterbaum, Mannaesche oder Paulownie. Auf dieser Wanderung durch die Neuenheimer Schweiz werden wir die wüßtenartigen Lebensbedingungen südexponierter Felsen kennen lernen, atemberaubende Ausblicke ins Neckartal genießen und zahlreiche exotische Arten entdecken, welche in der Umgebung der Felsbiotope eine neue Heimat gefunden haben, oft sehr zum Verdruss der Naturschützer.
 
Die Exkursion wird in zwei Varianten angeboten, entweder für Vorsichtige nur auf der Straße und unterhalb der Felsen oder für Schwindelfreie unter Einbeziehung der Saumpfade der Neuenheimer Schweiz. Die Saumpfade können nur bei trockenem Wetter und mit festem Schuhwerk begangen werden. Maximale Gruppengröße für die zweite Variante:15 Personen!

Zeichen des Klimawandels innerhalb von WiesengesellschaftenKraeutersammeln
Exkursionsleiter: B. Dörffel-Hemm
Exkursionsort: Ziegelhausen, Mäh- und Weidewiesen am Klosterhof Neuburg
Zeitraum: April - Juni
Dauer: ca. 2 Stunden
Altersgruppe: 12 - 14 Jahre

Der Klimawandel lässt sich durch zahlreiche Veränderungen innerhalb verschiedener Ökosysteme belegen. Auch Wiesenvegetationen sind von diesen Veränderungen in qualitativer und quantitativer Hinsicht betroffen. Welche Pflanzen bzw. welche Lebensformen werden durch eine Erhöhung der Temperatur und eine Abnahme der jährlichen Niederschlagsmengen gefördert? Für Mitteleuropa wird allerdings eine Zunahme der Jahresniederschläge vorhergesagt. Auch in diesem Fall werden Pflanzen bestimmter Lebensformen gefördert. Es werden so genannte Zeigerpflanzen erkundet, anhand deren Vorkommen Rückschlüsse auf klimatische Bedingungen gezogen werden können. Weiterhin erhalten die Schüler Arbeitsaufträge in Kleingruppen. Hierbei sollen sich die Schüler die Artenvielfalt und die verschiedenen Lebensformen bzw. Anpassungen der Pflanzen an verschiedene Lebensbedingungen selbständig erschließen.

Mein Wald heute und in ZukunftStadtwald
Exkursionsleiter: F. Hoffmann
Exkursionsort: Heidelberger Stadtwald
Zeitraum: April - November
Dauer: ca. 2,5 Stunden
Altersgruppe: 12 - 18 Jahre

Wie erleben wir heute unseren Wald, wie sieht unser Wunschwald aus und was müssen wir tun, um unseren Wald für den Klimawandel fit zu machen? Fragen, mit denen sich Expertenteams beschäftigen, eigene Ideen für eine sinnvolle Neustrukturierung des Waldes erarbeiten und gemeinsam einen Zukunftswald entwickeln. Dabei beachten wir den Einfluss von Hitze, Trockenheit, Wind und die Nutzbarkeit des Waldes und erfahren mehr über den Wald als wichtigen Wirtschaftsfaktor, heute und in Zukunft. Bei einer kurzen Exkursion durch den Heidelberger Wald überprüfen wir unsere Expertenkenntnisse in der Praxis.

Klimawandel & CO2 - was hab ich damit zu tun?Stadtwald
Exkursionsleiter: F. Hoffmann
Exkursionsort: Heidelberger Stadtwald
Zeitraum: April - November
Dauer: ca. 2,5 Stunden
Altersgruppe: 12 - 18 Jahre

Begriffe wie Klimawandel, CO2-Ausstoß oder Klimaerwärmung hören und lesen wir fast täglich in den Medien. Nur, was bedeuten diese Begriffe und was habe ich als Jugendlicher damit zu tun? Was passiert eigentlich mit dem CO2, wo kommt es her und was kann ich tun, um den CO2-Ausstoß zu reduzieren? Fragen, denen wir uns in Simulation- und Planspielen nähern und gemeinsam nach Antworten suchen.

Einfluss des Klimawandels auf das Ökosystem WaldStadtwald
Exkursionsleiter: Forstamt Heidlberg
Exkursionsort: Heidelberger Stadtwald
Zeitraum: April - November
Dauer: ca. 2,5 Stunden
Altersgruppe: 12 - 18 Jahre

Als Speicher von Kohlendioxid sind unsere Wälder im Zeitalter des Klimawandels unentbehrlich. Zugleich wird der Klimawandel unsere Wälder stark verändern. Denn das Klima (Wasser und Wärme) bestimmt mit, welche Baumarten gedeihen und sich verbreiten können. Doch welche Baumarten sind für das Klima der Zukunft geeignet? Schon jetzt nehmen wir Veränderungen im Wald wahr. Bäume und Kräuter blühen früher und tragen früher ihre Früchte. Schädlinge und Sturmereignisse nehmen zu. Die Vitalität der Hauptbaumarten nimmt ab, die Bäume kommen teilweise in Trockenstress. Durch die Trockenheit steigt auch die Waldbrandgefahr. Diese Themen können innerhalb einer Exkursion besprochen und in Kleingruppen von den SchülerInnen erarbeitet werden.

Waldpflege ArbeitseinsatWaldpflegez
Exkursionsleiter: Forstamt Heidelberg
Exkursionsort: Heidelberger Stadtwald
Zeitraum: April - November
Dauer: ca. 2,5 Stunden
Altersgruppe: 12 - 18 Jahre

Vegetationswandel in unseren StädtenWilder Wein auf Sandsteinmauer
Exkursionsleiter: S. Vesselinov Lalov
Exkursionsort: Innenstadt
Zeitraum: Mai - September
Dauer: ca. 2 Stunden
Altersgruppe: 13 - 16 Jahre

Natur wird in der Regel immer in der freien Landschaft gesucht, auf Wiesen und Feldern, in Wäldern und an Gewässern. Dabei finden sich die artenreichsten Lebensräume in Deutschland in den Randbereichen der Großstädte. Zudem reagieren Lebensgemeinschaften in stark durch Menschen beeinflussten Lebensräumen besonders früh und stark auf globale Veränderungen. Was sind die typischen Lebensräume älterer mitteleuropäischer Wohnviertel und wie verändert sich ihre Artenzusammensetzung im Zuge des Klimawandels?

Wüsten und Wüstenbildung
Exkursionsleiter: S. Vesselinov Lalov
Exkursionsort: Sandhausen
Zeitraum: Mai - Oktober
Dauer: ca. 2 Stunden
Altersgruppe: 13 - 16 Jahre

Was ist eigentlich eine Wüste, wann kann ich von einer Wüste sprechen und wann nicht? Wie beeinflussen Klima, Boden, Klimawandel oder der Mensch die Wüstenbildung? Was sind orografische oder edaphische Wüsten? Was ist mit Eiswüsten oder Betonwüsten? Und ist ein Sandstrand eigentlich auch eine Wüste? Und ein Sandkasten?
Gab es bei uns früher auch Wüsten? Und kann es durch den Klimawandel bald wieder Wüsten in Deutschland geben? Wie passen sich zum Beispiel das Kamel, die Palme oder der Kaktus an das Leben in der Wüste an? Und gibt es auch bei uns Arten, die die gleichen Anpassungen zeigen? Was sind Wüstenhexen oder Sandteufel?
Diesen und vielen anderen Fragen gehen wir bei einer Führung über die landesweit interessantesten Dünen bei Sandhausen nach. Hier sehen wir zahlreiche Pflanzen und Tiere der Trockengebiete, finden heraus, dass Wüstenbildung nichts ist, das nur auf anderen Kontinenten geschieht und vielleicht kommt bei Einigen trotz der geringen Größe der Dünenlandschaft auch eine Spur Wüstenfeeling auf.

Pilze im KlimawandelPilze
Exkursionsleiter: M. Rave
Exkursionsort: Heidelberger Stadtwald
Zeitraum: Mai - Oktober
Dauer: ca. 4 Stunden
Altersgruppe: 6 - 16 Jahre

Pilze haben in mehrerlei Hinsicht eine Schlüsselrolle in unserem Lebensraum inne. Viele Pilzarten leben mit Bäumen und anderen Pflanzen in einer symbiotischen Verbindung, die beiden Seiten nützt. Andere Pilze besorgen die Zersetzung toten organischen Materials und schaffen damit die Voraussetzung für neues Leben. Wieder andere Pilzarten leben als Parasiten und schädigen oder töten schwache Gewächse. Als sensible und dadurch präzise Bioindikatoren geben Pilze Aufschluss über die Auswirkungen äußerer Einflüsse auf unsere Ökosysteme, auch auf klimatische Veränderungen. Die globale Erwärmung führt bei uns zu einer Ausdehnung der Pilzsaison, zur Einwanderung neuer, wärmeliebender Arten und zum Verschwinden von Pilzen, die es kühler mögen. Einheimische Bäume und Amphibien werden durch die Einwanderung für sie schädlicher Pilzarten in ihrem Fortbestand bedroht. Als weitere Folge treten an Gebäuden häufiger Pilze auf als früher. Auf einer Exkursion im Heidelberger Stadtwald verfolgen wir die Spuren der Klimaerwärmung und erfahren mehr über die ökologische Bedeutung der Pilze und ihre Bedrohung durch menschliche Einflüsse.

Exotisches Obst und KlimawandelBitterorange
Exkursionsleiter: S. Vesselinov Lalov
Exkursionsort: Botanischer Garten Heidelberg
Zeitraum: Mai - Dezember
Dauer: ca. 2 Stunden
Altersgruppe: 13 - 16 Jahre

Apfel, Birne, Kirsche, Pflaume, äääh, vielleicht noch Quitte, Mispel oder Feige aber sonst gibt es meist nicht viel Obst in heimischen Gärten. Exotisches Obst ist nun ja ... eben exotisch und daher nur im Urlaub oder im Supermarkt zu finden.
Kaum jemand ahnt, wie vielfältig unsere Möglichkeiten zum Obstanbau im heimischen Garten durch Klimaerwärmung und modernen Gartenbau geworden sind. Bitterorangen, Faserbananen, Pawpaws (gesprochen Popos), Kornelkirschen, Minikiwis, Blumenhartriegel, Granatäpfel, Speierlinge, Hanfpalmen, Wollmispeln, Scheinquitten, Zirben, Felsenbirnen, Aronien, Sanddorn, Lotuspflaumen, Ölweiden, Baumgurken und Papiermaulbeeren sind nur einige der Obstarten, die wir im Neuenheimer Feld im Laufe des Jahres erleben können. Zu jeder beliebigen Jahreszeit können wir hier einige Obstbäume blühend, mit unreifen sowie mit reifen Früchten finden. Manche Arten schmecken eher fade, andere garantieren unvergessliche Geschmackserlebnisse, manche sehen eher unscheinbar aus, andere scheinen einem Horrorfilm entsprungen zu sein. Und wer weiß, vielleicht findet jemand hier sogar seine ganz persönliche Lieblingsfrucht.

 

 
Unsere Partner:
Stadtwerke HeidelbergNatuerlich Heidelberg